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Die Bevorzugung beginnt schon beim Check-in im Flughafengebäude. An einem separaten Schalter wartet eine Dame oder ein Herr, die/der den Reservierungscode aus dem Internet aus der Liste streicht und handliche Bordkarten übergibt, die den Passagier zum Betreten des Billigfliegers ermächtigen. Da keine Sitzplätze vergeben werden, ist die Maschine immer pünktlich. Eine Billig-Airline gebucht, nimmt kein Fluggast an, dass er ausgerufen und zum Gate gebeten werde, das Flugzeug gar auf ihn warte. Die Passagiere drängeln sich zum Ausgang als gäbe es Freibier, um nur ja einen schönen Sitzplatz zu ergattern. Und nur so gelingt es der Billig-Airline, binnen 25 Minuten zu landen und wieder abzufliegen. Der Passagier hilft der Airline so, Flughafen-Kosten zu sparen. Wird das Gate dann wie die Schleuse eines übervollen Stausees geöffnet, beginnt der Sturm auf die am besten gepolsterten Sitzplätze mit der schönsten Aussicht. Personen mit Kindern erhalten vom Flughafen-Personal einen Vorsprung und werden sogleich von hinten aufgerollt. Sobald sich die Passagiere auf die Sitzplätze verteilt haben (pro Sitz ein Passagier, wie sonst auch) beginnt das Geschäft. Die Stewardessen mutieren mit dem Einziehen der Landeklappen zu Verkäuferinnen. Einige Zeit danach kommt die Müllabfuhr vorbei und sammelt sämtliche Dinge ein, die nicht mehr gebraucht werden oder gar das Lokal verschmutzen würden. Sie erscheint in Form einer Verkäuferin mit einem kleinen Wagerl, das oben ein Loch hat und wie durch ein Wunder genau zwischen die Reihen passt (ansonsten ist im Billigflieger wie in einem Dachbodenausbau jeder Quadratzentimeter genutzt). Für den Zeitvertreib gibt es nichts. Kein Video, keine Zeitung. Lediglich das Bordmagazin der Airline, das kurz vor der Landung eingesammelt wird. Blöd, wenn man dann daraus schon Papierflieger produziert hat. Ach ja, hätte ich jetzt beinahe vergessen: Das Ticket ist billiger. |
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