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Es gibt zwei Möglichkeiten des Urlaubs: In oder auf Mykonos. Beim wohnzimmerlichen Diavortrag vor Publikum muss man da später schon genau unterscheiden, sagen die beiden Wörter doch aus, ob man ein Hotel in der Stadt Mykonos oder außerhalb der Stadt, an einem der zahlreichen Strände, also auf der Insel bezogen hat. Die Touristen teilen sich in genau diese zwei Gruppen, jeder ein eigener Menschenschlag. Die Stadtbewohner, welchen die Nacht wichtiger ist, strömen ab dem späten Vormittag (manche erst am Nachmittag) per Bus und Taxiboot an einen der Strände. Die Strandbewohner, welchen der Tag wichtiger ist, sind schon da, weil sie direkt nach dem Frühstück an den Strand geschlapft sind. Die Strandschläfer bevölkern in der Regel auch die vorderen Reihen der Liegestühle und sind meist munter. Die Nachtschwärmer belegen, weil zu spät gekommen, die hinteren Reihen und schlafen auch am Tag. Und abends benutzen beide Urlaubsphilosophien gemeinsam - Der Bus ist so voll, dass mit ein wenig Glück und wenn man ganz hinten sitzt (selten) oder steht (meistens), der Ticketschaffner es nicht schafft, rechtzeitig abzukassieren. Man spart sich so locker fünf Schilling täglich. Es sind nämlich nur vier Kilometer.
Die Windmühlen erfüllten zwar auch ihren Zweck, haben aber bei weitem nicht alle Einwohner ernährt. Die Häuser am Meer verfügen noch heute über einen direkten Zugang zum Wasser. So konnte die Beute unbemerkt an Land transportiert werden. An dieser Stelle sitzen heute die Touristen und bewundern Cocktails schlürfend den Sonnenuntergang. Die Gassen sind so eng und unübersichtlich angelegt, dass ein eventueller Piratenjäger locker abgehängt werden konnte. Städtebaulich heutzutage eine Katastrophe. Mykonos ist eine sehr elegante Stadt mit vielen noblen Geschäften und Boutiquen. Man sagt, das Saint Tropez der Kykladen. Ich war zwar noch nie in Saint Tropez, aber wenn es stimmt, dann weiß ich jetzt auch, wie es dort ausschaut.
Ich für meinen Teil gehörte zu den Strandbewohnern und empfehle Plati Gialos, einen feinen Sandstrand mit komfortablen Sonnenliegen drauf, netten Yachten davor und guten Tavernen und einem Zeitungskiosk dahinter. Die Zeitungen erscheinen in Griechenland komischerweise um einen Tag später, zwar nur die deutschsprachigen, aber bei den griechischen konnte ich nur die Bilder lesen. Restaurantempfehlung: "Chez Marias" und "Nikos", beide irgendwo in der Stadt, man findet sie oder man findet sie nicht. Geschichte: Benannt nach dem Heros Mykonos, Enkelsohn des Gottes Apollon Anios. Fakten: 85 Quadratkilometer, höchste Erhebung 350 Meter, fast keine Bäume. Es gibt Blei-, Silber- und Bariumsulfatvorkommen, 3.000 Sonnenstunden pro Jahr, kristallklares Meer und viele Sandstrände. Internet: www.209.68.16.57/tourism/mykonos/index.htm www.agn.hol.gr/hellas/mykonos/mykonos.htm; Geschichte: www.vacation.net.gr/p/mykonos.html
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